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Geschichte

Geschichte der Kirchgemeinde Castrisch/Riein/Sevgein

Die Kirchgemeinde Castrisch/Riein/Sevgein setzt sich zusammen aus den ehemals selbständigen Kirchgemeinden Castrisch (mit Diaspora Sevgein) und Riein. Beide Kirchgemeinden haben sich nach den Ilanzer Artikeln (1526) der Reformation angeschlossen.

Die Kirche von Castrisch (Kästris) ist erstmals im Reichsguturbar von 825, dann erneut im karolingischen Urbar von 831 erwähnt, und zwar als „Ecclesiae Sancti Georgii in Kestris“; es handelte sich um eine kleine Kapelle mit einem Schiff von 4,70 x 9,50 m und einer hufeisenförmigen Apsis. Um 1150 wurde der romanische Turm angebaut. Schliesslich erfolgte im Jahre 1470 ein Ausbau im gotischen Stil. Mit dem Übertritt der Castrischer zur Reformation löste sich Sevgein (Seewis i.O.), das beim alten Glauben blieb, von der Mutterpfarrei Castrisch ab.

Die Kirche St. Nazarius von Riein ist erstmals im karolingischen Urbar von 831 als königliche Eigenkirche erwähnt, die aber 960 an den Churer Bischof Hartbert überging. Noch vor 1000 wurde der karolingische Turm erbaut; seit dieser Zeit gehörte Riein auch zur Grosspfarrei Sagogn. 1487 wurde es eine selbständige Pfarrei, der die Kirche St. Martin in Pitasch als Filiale unterstellt wurde. Schliesslich trat Riein als eine der frühesten Gemeinden der Surselva der Reformation bei.

Seit der Reformationszeit ist die Pfarrmatrikel der Kirchgemeinden Riein und Castrisch lückenlos überliefert. Riein bildete seit 1872 eine Pastorationsgemeinschaft mit Pitasch und Duvin, Castrisch seit 1910 mit Ilanz.

Seit 1942 bildeten Castrisch und Riein eine Pastorationsgemeinschaft, deren erster Pfarrer Dr. Peter Dalbert, seit 1963 Professor an der Kantonsschule war. 2005 haben sich die beiden selbständigen Kirchgemeinden zur Kirchgemeinde Castrisch/Riein/Sevgein zusammengeschlossen.